Dieses Jahr wollten wir (Katharina und Joerg) das erste mal eine
Trekkingtour unternehmen. Ziel war die Umgebung von Abisko in Lappland.
Das ganze moeglichst preiswert, d.h. uebernachten im Zelt und alles im Rucksack.
Leider nahmen wir nur eine alte einfache Fixfokus-Kamera mit, weshalb die
Fotos nicht besonders gut geworden sind.
Die JPEG-Bilder werden erst nach anklicken vergroessert.
Die Rucksaecke wogen 14.5kg und Katis 13.5kg, genug fuer zwei voellig
untrainierte Erst-Trekker.
Wir fuhren mit der Bahn von Magdeburg ueber Berlin nach Sassnitz, dann mit der
Faehre nach Trelleborg, dann Malmoe, mit dem X2 nach Stockholm und
dem Nachtzug nach Abisko.
Um die Fahrkarten und Reservierungen fuer die Zuege kuemmerten wir uns erst
am 15.7. und verbrachten etliche Zeit am Schalter bis wir nach langem Hin
und Her doch die einfache Variante mit dem EuroDomino-Ticket waehlten, da
uns niemand so recht sagen konnte, wieviel eine normale Fahrkarte denn
wirklich kosten wuerde.
Die Zugfahrt ist relativ anstrengend, da die Zuege recht voll sind. Aus dem Ausstrecken auf den Sitzen wird nichts. Erst in Stockholm haben wir mehrere Stunden Zeit, uns die Beine zu vertreten. Die Fahrt mit dem Nord-Pile von Stockholm nach Boden ist der laengste Teil der Reise. Gluecklicherweise kann man in dem Zug die Sitze etwas verstellen, so dass man einigermassen schlafen kann. Deutlich komfortabler sind Liegewagen, auf die ich in Zukunft nicht verzichten wuerde. Am Morgen kann ich kurz eine Elch-Kuh entdecken, der in sehr lustig wirkender Gangart neben dem Zug herlaeuft. Leider ist es der einzige Elch, den wir waehrend der Reise zu Gesicht bekommen. Schoen zu beobachten ist auf der Fahrt der Wald, wo die dunklen Nadelbaeume immer seltener auftauchen. Ab und zu hoert man die Glocken der Bahnuebergaenge an denen man vorbeisaust. Beides zusammen gibt der Bahnfahrt ein gewisser Flair. Wenn man zur rechten Zeit aus dem Fenster schaut, kann man auch den Polarkreis sehen -- zumindest ein Schild, was darauf verweist.
Waehrend bei der Zugfahrt durch Schweden die Sonne herrlich strahlte,
empfing uns der Tournetraesk (grosser See) mit einem kraeftigem Schauer.
In Abisko (Bild 1-05) selbst regnete es nicht ganz so kraeftig. Nach dem Aussteigen
machten wir erst mal Bekanntschaft mit den geliebten Muecken.
Bild 1-05: Ankunft in Abisko. Recht puenktlich, wie man sieht.
Als erstes stuerzten wir erstmal in den einzigen Laden
und kauften uns ein Anti-Muecken-Oel (38Skr), eine Karte (90Skr)
und etwas Wegzehrung.
Das Oel roch sehr stark nach Rauch.
Es schien zunaechst zu helfen, wenn auch die anderen Leute nun ihre Nase zu
ruempfen schienen, wenn sie uns zu nahe kamen. Aber je weiter man sich von
der Station entfernt, je weniger Leute begegnet man.
Zunaechst wanderten wir in Richtung Offerplats (SE). So konnten wir auf
kurzem Weg den Nationalpark verlassen, wo man nur auf Zeltplaetzen lagern darf.
Obwohl der Regen aufhoerte, wurden wir sehr nass, da sich der Kontakt mit den
kleinen nassen Birken kaum vermeiden lies. Ausserdem kamen wir wegen der
Waerme und den Regenklamotten schnell ins schwitzen.
Das zog wieder massenweise Muecken an und das Rauchmittelchen schien immer
nur kurz zu helfen. Bei spaeteren Reisen
nahmen wir Mueckennetze mit, die sich ueber einen
Hut mit breiter Krempe ziehen lassen. Das ist die einzig wahre Abwehr gegen
die Muecken und hilft gleichzeitig gegen sonnenverbrannte Ohren und Gesicht.
Nach ca. 6km beschlossen wir auf einem kleinen Huegel zu naechtigen.
Das Zelt ging problemlos aufzuschlagen und war der einzig wahre Schutz gegen
die Muecken.
Die Nacht war nicht kalt. Wir brechen relativ spaet auf.
Auf dem Weg zum Nissanjack fanden wir endlich ein kleines Fluesschen
mit klarstem Wasser zum Waschen und trinken. Es regnet nicht und die Sonne
brennt teilweise sehr. Die Muecken sind extrem laestig.
Kati bekommt einen schoenen Sonnenbrand und ich hab an zwei Zehen
grosse Blutblasen (ach wie die Maenner immer jammern).
Bald laufen wir wieder durch huebschen Birkenwald und sind wieder im
Nationalpark, den wir heute noch durchqueren wollen. Was gestern rar war
ist nun im Ueberfluss vorhanden: frisches kaltes Wasser.
Bild 2-00: Rast auf dem Weg zum Nissanjack.
Bild 2-04: Kungsleden ueber dem Nissonjohka.
Bild 2-05: Der Kungsleden. Typischer Bretterweg.
Das erste Stueck des Kungsledens besteht haeufig aus einem Brettersteg.
Sehr angenehm bei oft sumpfigem Boden und die Leute zertrampeln das
Gruenzeug nicht. Alle paar Minuten begegnet man anderen Wanderern,
oft nur mit kleinem Daypack.
Da die Bruecke ueber den recht reissenden Fluss dicht bei Abisko liegt,
muessen wir einen grossen Bogen schlagen.
Noch 5km um den Park zu verlassen. Die Lauferei ist recht anstrengend.
Alle naselang verschnaufen wir. Beim Rasten am Karsajakka sind unter uns
Schneefelder zu entdecken die gleich mal abgelichtet werden.
Gegen 22:30 sind wir endlich an einem geeigneten Platz wo wir unser
Zelt aufschlagen. Es sind 15 grad nach Sonnenuntergang und es ist hell
wie sonst tags bei Regenwetter. Die Tour war recht anstrengend.
Ich schaetze wir haben heute 18km geschafft.
Mein Hals und die Schultern sind voellig zerstochen.
Die Viecher stechen durch Pullover einfach so durch.
Ich hab mir an Nacken und Ohren auch einen schoenen Sonnenbrand geholt.
Kati hat eine Blase ... und noch eine.
Morgens ist es windig aber schoen. Das Kaffeekochen scheitert am Wind.
Der Aufstieg ist sehr steil. Nach kurzer Zeit ist die Baumgrenze ueberwunden.
Es sind weniger Muecken, ueberall kleine Wasserfaelle, kleine Schneeflecken
und wir haben wunderschoene Sicht.
Bild 2-09: 2.Zeltplatz am Karsajakka. 640m hoch.
Bild 2-14: Kleiner Gletscher am Kappasjacka.
Bild 2-15: Am Kappasjacka. Wolken klettern den Hang hinauf.
Beim Abstieg auf der anderen Seite verlieren wir den Weg und
irren ein wenig umher.
Vermutlich leiteten uns alte Wegmarkierungen aus dem Winter oder Vorjahr fehl.
Wir finden einige kleine schoene Gletscher. Wenig spaeter werden wir
von Massen an Muecken ueberfallen. Kati behilft sich mit einem Kopftuch.
Wir finden den Weg wieder und es geht bergauf. Die Muecken machen ein
total verrueckt. Wenn man sich einmal durch Haar streicht hat man 10 von
ihnen in der Hand. Man muss aufpassen, dass sie nicht im Mund landen.
Ploetzlich kommen Wolken auf uns zugekrochen und wir stehen im kaltem Nebel.
Positiv daran: die Muecken sind schlagartig verschwunden.
Wir rasten wegen zu wenig Sicht. Aber bei verschwinden der Nebelschwaden
sind sofort wieder die Muecken da.
Am Njulla schlagen wir den 3. Lagerplatz auf. Wir werden von Muecken
geradezu attakiert. Selbst das Zelt wird angefallen.
Wegen der Muecken und dem Wind kochen wir im Zelt. Brokkoliesuppe.
Nun fangen die Stiche an zu jucken, furchtbar...
Die Nacht ist recht windig und auf dem steinigen Boden isoliert meine
Alumatte nicht ausreichend.
Frueh um 9:30 stehen wir auf. Es ist so windig, dass das Zelt kraeftig
flattert. Dafuer sind kaum Muecken. Kaffee wurde im Zelt gekocht und ...
verschuettet. Nach kurzem Nieselregen kommen wir in Bjoerkliden an.
In Bjoerkliden kaufen wir uns ein teures Mueckenmittel fuer 79SKr,
dass vielleicht besser wirkt. Die Warnaufschrift koennen wir nicht
uebersetzen. Aber die Muecken fliegen nach kurzer Landung wieder ab.
Die laestigen Landungen der Tiere im Gesicht verhindert es jedoch nicht.
Wir verschicken die obligatorischen Urlaubskarten und kaufen Futter in Form von
Knaeckebrot, Sirupslimpa, Kaese und Milch.
Ein Apfel kostet dort uebrigens stattliche 20 SKr.
Kati findet am Wegrand einen Wanderstock und ist uebergluecklich.
Schnell geht es Bergauf. In der Ferne kann man wieder Lapporten sehen.
Es ist recht kalter Wind und super Sicht.
Bild 2-20: Ein steiler Hang fuehrt auf 840m Hoehe.
Bild 2-23: Ohne Wegmarkierung waere der Weg nicht zu erkennen.
Der Weg fuehrt ueber eine Art Hochebene. Baeume gibts nicht mehr, nur
Grasbueschel und mit Flechten bewachsene Steinflaechen.
Neben vielen Pfuetzchen haeufen sich Schneeflaechen, ueber die der Weg fuehrt.
Nun lachen wir ueber die kleinen schwarzen Punkte im Schnee.
Offenbar ist es unseren kleinen Begleitern zu kalt geworden!
Ausserdem begegnen wir einem lustigen kleinen Vogel, der immerwieder vor uns
landet und uns wohl kilometerweit vom Nest weglocken will.
Auf einer Rast vor dem Schneehang begegnen uns ein paar
Wanderer, die sofort ein Gespraech starten. Leider kann ich kein
Schwedisch und nur schlecht englisch,
und es dauerte lange bis ich erkannte was mit foggy
gemeint war.
Und tatsaechlich, dicker Nebel, der durch lange Schneeflaechen ergaenzt wurde.
Im Schnee konnte man einfach den Spuren folgen. Allerdings war es schon
beunruhigend, keine 10m weit den Hang hinauf oder hinab sehen zu koennen.
Auf den Steinflaechen, wo kein Schnee lag mussten wir teilweise einfach warten
dass der Nebel irgendwelche Wegzeichen freigab.
Ausserdem ist es recht kuehl und nass, wo kann man hier bloss zelten?
Bild 3-01: Viel Nebel, Schnee und Wasser in 1200m Hoehe.
Bild 3-02: Vor der Stugan.
Gegen 22:00 standen wir ploetzlich vor einer Stugan. Draussen
stand zwar ein Zelt, aber wir zogen trotz des Preises (265SKr) ein Zimmer
vor.
Das war auch die Gelegenheit, Rentierbraten mit Moorberen und
Kartoffelbrei zu probieren.
Der kam aus der Tiefkuehltruhe, war aber sehr lecker.
Wie eine Mischung aus Rind und Lachs. Ausserdem gabs eine warme Dusche
und ein High-Tech-Plumps-Klo mit Entlueftung.
Kati kuehlt sich den Sonnenbrand im Gesicht. Die Muskeln (soweit vorhanden)
schmerzen und die Stiche jucken.
Auch das Fruehstueck liessen wir uns nicht entgehen.
Es gab alles: Muesli-Sauermilch, Brot, Marmelade, Wurst, Ei, Kaffee,
Pulvermilch, Saft, Joghurts, etc.
Am naechsten Morgen brachen wir frohgemutes und um 844SKr erleichtert
den Marsch an. Die Frau von der Stugan hatte uns mitgeteilt, dass
sonst eigentlich immer super Wetter und Sicht sei, wir aber wohl pech haetten
und der Nebel gut tagelang bleiben koennte.
Im uebrigen ist es in Lappland ueblich sein Zimmer selbst zu reinigen.
Bei schoenen Wetter koenne man uebrigens problemlos den angrenzenden 1404m
hohen Berg ersteigen und haette eine Prima Sicht auf das noerdlich liegende Tal
und den Tornetraesk.
Da es nebelig und kalt war, beschlossen wir, nicht weiter durch die Berge
zu ziehen und lieber wieder bergab zu wandern.
Dann einen Abstecher zum Trollsjoen zu machen und durchs Tal zu wandern.
Bild 3-03: Berg ab, wieder auf Wanderung.
Bild 3-04: Zum Trollsjoen. Rueckblick nach Laktajacka.
Bild 3-05: Zelten vor dichtem Nebel. Naechster Morgen (Sa).
Laktajacka ist ei Ort, der nur aus einem Bahnhof und einem Schuppen
besteht. Keine Menschenseele. Bei knallender Sonne gehts zum Trollsjoen.
Als wir am strahlendblauen Bergsee ankommen, ist die Sonne untergegangen.
Zu dunkel, um ein Bild zu machen. Schade.
Wir rasten und essen leckeres schwedisches Knaeckebrot.
Auf dem Rueckweg muessen wir einen kleinen Bach queren.
Barfuss, ... oh das war kalt. Dann endet der nicht markierte Weg.
Scheinbar wars doch nur ein Tierpfad.
Spaeter hab ich in einem Buch gelesen, dass diese Strecke ohne Wegmarkierung
zurueckzulegen ist.
Teilweise landeten wir in sehr morastigem Gebiet und muessen oefter umdrehen
um uns dann weiter hangaufwaerts einen anderen Weg zu suchen.
Dann ein Wasserfall, den wir vorsichtig hinunterklettern.
Unten endlich eine huebsche Zeltstelle nahe des Flusses.
11km geschafft. Und wieder haben uns die Muecken wieder.
Nachts waren es nur noch 8 grad.
Die Isomatte war wohl doch zu billig, sie wird duenner und isoliert nicht
ausreichend. Wir muessen uns beim Aufbrechen beeilen, damit der
absinkende Nebel uns nicht erreicht und alles wieder feucht wird.
Wir folgen erst Tierpfaden, die sich zwischen den Felsen verlieren,
dann finden wir doch noch einen passablen Weg abseits der Felsbrocken,
die das gesamte Flusstal fuellen.
Es ist neblig und nur 10 grad warm.
Die zweite Flussquerung macht uns weniger aus und die Fuesse werden
schoen warm danach. Allerdings waeren wohl Sandalen gegen die spitzen Steine
recht vorteilhaft.
Bei der dritten Querung versuchen wirs mit der Stein zu Stein Methode.
Dabei rutsche ich ab, und ernte einen nassen Schuh. Mist!
In Vassijaure gibts nicht viel zu sehen und wir beschliessen durch
flacheres Land zu laufen. So finden wir uns bald zwischen Gestruepp wieder
und erkennen den Vorteil von Stiefeln, denn wir muessen etliche sehr morastige
Stellen ueberwinden.
Zunaechst zelten wir jedoch an einem kleinen See auf sehr unebenem Boden.
Unterwegs ist ein Verschluss meines Rucksackes gebrochen (Vaudee).
Ich hab den Riehmen behelfsmaessig verknotet.
Kati versucht sich mit einer behelfsmaessigen Angel am Teich,
aber recht erfolglos.
Es ist sehr sonnig, warm und windig. Erst abends laesst der Wind nach. Der Weg ist haeufig morastig und verliert sich oft. Wir rasten an einer Huette, uebrigens den noerdlichsten Punkt unserer Wanderung. Da wir mehr verdruecken, als von mir geplant war, aendern wir die Richtung und marschieren einen anderen Weg in Richtung Kapparasen. Dort bauen wir unser Zelt auf. Nachdem uns ein Mann vor zwei "military guys" warnt, beschliessen wir doch noch weiterzuziehen und folgen dem Rallavaegen. Der Weg ist fuehrt teilweise an der Strasse entlang, wo einen die Autos nerven. Dann finden wir ein huebsches Fleckchen im Wald.
Nun ist auch die rechte Schnalle des Rucksackes gebrochen. An einem kleinen See finden wir einen Unterstand, den wir rechtzeitig erreichen, bevor es sich tuechtig ausregnet. In Bjoerkliden ruesten wir unsere Verpflegung auf. Sirupslimpa, Heidelbeertoertchen, Marabuschokolade gehoeren dazu. Ausserdem schauen wir in den Sportladen, der nur Nachmittags oeffnet. Am Nachmittag regnet es haeufig. Wir Zelten auf bekanntem Terrain in der Naehe von Bjoerkliden. Abends ist wieder schoenes Wetter und viele Muecken. Wir geniessen den Sonnenuntergang in 900m Hoehe (Bild 3-08).
Nachts windet und regnet es, so dass das Zelt morgens ganz nass war.
Morgens war es neblich, doch dann brach wieder die Sonne durch.
Wir steigen schnell auf mehr als 1000m und dann geht es entlang einer
Seilbahn noch steiler bergab nach Abisko. Fuer den Abstieg (Bild 3-09)
allein brauchten wir 2h.
Bild 3-08: Tiefe Wolkenschwaden ueber Bjoerkliden.
Bild 3-09: Nun gehts wieder bergab.
Bild 3-11: Pilze!
Unten angekommen finden wir ein kleines Plumps-Haeuschen, was fuer ein Luxus.
Wir kaufen noch ein wenig von dem tollen Trinkjoghourt und beschlossen,
Rentiere aufzuspueren. Allerdings haetten wir wohl vorher jemanden fragen sollen
der sich damit auskennt.
Wir wandern den Kungsleden entlang durch den Park und fuehlen uns praechtig,
wenn wir Neuankoemmlinge ueberholen koennen.
Auf einem Rastplatz machen wir Feuer und grillen unsere 2000km umhergeschleppte
Marschmellos. Mein Fall ist das Zeug nicht.
Der erste Zeltplatz ist schon von weitem zu hoeren, so dass wir weiterziehen.
Am zweiten Zeltplatz am Ende des Abiskujavri lesen wir entsetzt was von
55 SKr und ziehen dann doch lieber weiter.
Aber nun findet sich kein passender Platz. Gluecklicherweise kann man hier
auch um Mitternacht gut sehen. Erst gegen 0:30 ist das Zelt im Dickicht
aufgeschlagen. Nachts ist es doch recht kuehl, wir trinken eine heisse Bruehe
und schlafen erschoepft ein.
Pralle Sonne, aber keine Rentiere weit und breit. Auf dem Weg treffen wir einen Norweger, der aus dem Sarekpark kommt. Er schleppt einen 20kg Rucksack, eine Picke und Steigeisen umher, und erzaehlt uns, wie man sich am Schneehang vor dem Absturz rettet. Er sagt uns auch, dass der Hubschrauber taeglich zur Herde fliegt und diese 17km entfernt sei. Da wir das nicht mehr schaffen koennen, kehren wir um. Auf dem Rueckweg scheint uns eine Regenwolke zu folgen, die uns immer wieder einholt. Wir wandern weiter nach Abisko Oest um uns ein ruhiges Plaetzchen zu suchen. Am dortigen Bahnhof ueberascht uns ein ordentlicher Schauer der in Dauerregen umschlaegt. Die Gegend ist sehr sumpfig und es ist kein Bach zu finden. Wir postieren uns auf feuchtem Moosboden, der sehr dick aber trocken zu sein scheint. Viele Muecken, Regen und Sonnenschein. Wir hoffen morgen noch eine gute Waschgelegenheit zu finden und geniessen den Abend. Waehrend der Nacht sinkt mein Schlafplatz fast einen halben Meter ab, so dass ich mich am Morgen in einer Kuhle wiederfinde.
Bild 3-12: Der Njulla (links) und der Tornetraesk (rechts).
Dann geht es zurueck. In Boden finden wir an der Aussenwand einer Butik einen Wasserhahn. Das ist praktisch!
In Stockholm ist gerade Wasserfest. Viel Trubel. Vor Mjoelbi geht die Log kaputt, was 50min Verspaetung bedeutet. In Alvesta muss auch noch auf die Ambulance gewartet werden, was zum Glueck nur 8min dauert.