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Chair: Dirk Hagemann G22A-R112 11.30 - 13.00 XE ERP-Untersuchungen von Target-Target-Konflikten in der Lokalisationsaufgabe
Gibbons, Henning
In Untersuchungen mit ereigniskorrelierten Potentialen (ERPs) in der modifizierten XO-Lokalisationsaufgabe wurden Verarbeitungskonflikte durch multiple Targets modelliert. In der ersten Modifikation wurden neben der klassischen Konstellation XO (X=Distraktor, O=Target) auch Trials präsentiert, in denen simultan zwei Targets O erschienen. Überraschenderweise war die Reaktionszeit (RT) bei multiplen Targets erhöht gegenüber der ein-Target-Situation; ein ERP-Korrelat dieses Effekts bestand in einer Erhöhung der medial-frontalen Negativität (MFN). Es zeigte sich auch, dass Konflikte zwischen multiplen Targets strategisch moduliert werden können: Erschien in 20% der Trials ein einzelnes Target O, fand sich kein Verarbeitungsnachteil für multiple Targets. In der zweiten Modifikation der XO-Aufgabe wurden Konflikte zwischen multiplen Targets erzeugt, indem das häufige Target O in 25% der Trials durch ein „Super-Target“ S ersetzt wurde. Von besonderem Interesse war dabei die hoch konflikthaltige Konstellation OS (12.5% der Trials). Für diese Bedingung fand sich eine signifikante Erhöhung der RT und eine dramatisch erhöhte Fehlerzahl (20% für OS vs. 5% für XO), wobei mehr als 80% der OS-Fehler vorschnelle Reaktionen auf die Position des O waren. ERP-Korrelate des OS-Konflikts bestanden in einer erhöhten reaktionsbegleitenden MFN, erhöhter Latenz und Amplitude der P3b, und einer falschen Voraktivierung im lateralisierten Bereitschaftspotential, wenn O und S in verschiedenen Halbfeldern präsentiert wurden.
Der Einfluss von Kontingenzbewusstheit auf konditionierte Reaktionen während eines differentiellen Bild-Bild Konditionierungsparadigmas
Klucken, T., Stark, R., Tabbert, K., Schweckendiek, J., & Vaitl, D.
"Bender Institute of Neuroimaging"
Im Bereich des
evaluativen Konditionierens finden häufig aversive
Bilder als unkonditionierte Stimuli (UCS)
Verwendung. Als abhängige Variable wird meistens
lediglich die Veränderung der subjektiven
Bewertungen untersucht, während andere
Reaktionssysteme oft nicht analysiert werden.
Überdies ist der Einfluss von Kontingenzbewusstheit
auf verschiedene Antwortsysteme ungeklärt. Während
einige Studien zeigen, dass konditionierte
Reaktionen ohne Kontingenzbewusstheit entstehen
können, postulieren andere Studien das Vorhandensein
von Kontingenzbewusstheit als Voraussetzung für
konditionierte Reaktionen.
Ein integratives Modell zur Überprüfung von Eyesencks Extraversionstheorie
Hagemann, Dirk1, Naumann, Ewald2, Britz, Patrick 2 & Hermes, Michael 2
1 Psychologisches
Institut, Universität Heidelberg Nach einer Theorie von Hans-Jürgen Eysenck sind Extravertierte durch ein größeres kortikales Arousal bzw. eine größere Arousability gekennzeichnet als Introvertierte. Diese Vorhersage wurde in zahlreichen Studien überprüft, in denen das Arousal bzw. die Arousability mit dem Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen wurde, die resultierenden Zusammenhänge zwischen den EEG-Maßen und der Extraversion waren aber meist klein. Eine mögliche Erklärung für diesen Befund könnte darin bestehen, dass externale (psychologische) Störvariablen die EEG-Messung beeinträchtigen und somit die fraglichen Zusammenhänge mindern. Das Ziel dieser Studie war eine Überprüfung dieser Störhypothese. Ein Ruhe-EEG wurde mit zwei verschiedenen Erregungsniveaus (geöffnete vs. geschlossene Augen) in vier Messgelegenheiten aufgezeichnet, und Extraversion wurde mit einem Fragebogen erhoben. Die Daten wurden mit einem Strukturgleichungsmodell analysiert, das eine simultane Berücksichtigung von Faktoren für Arousal, Arousability und externale Störvariablen erlaubt. Diese Analyse zeigte auf, dass externale Faktoren kaum zur Varianz der EEG-Maße beitrugen, und dass die Zusammenhänge zwischen Extraversion und Arousal bzw. Arousability nicht signifikant waren, selbst wenn diese externalen Faktoren statistisch kontrolliert wurden. Die meiste Varianz der EEG-Maße konnten hingegen auf einen stabilen und konsistenten Faktore zurückgeführt werden. Dieser Befund lässt vermuten, dass eine Datenerhebung in nur einer Messgelegenheit ausreicht, um einen Trait des kortikalen Arousals bzw. der Arousability zu bestimmen.
Effects of long-term intranasal insulin on food-intake, sleep, memory, mood and hormones in male and female subjects
Blicke, M.1, Khamis, M.1, Willkomm, A.1, Scherbaum, W. A.2 & Stockhorst, U. 3
1
Institute of Medical Psychology, University of
Duesseldorf
The intranasal administration of insulin is an important tool to reach the human brain while maintaining euglycemia. This allows to study insulin´s effects in the brain. Based on insulin brain receptors´ localization, central insulin should affect food-intake, weight, memory, mood, and attention. Taking into account that hypocretins that modify food intake, also affect sleep, we additionally address central insulin´s effects on sleep duration. In the present longitudinal study, 22 healthy male and 22 female students took part. Over 8 weeks (treatment phase), they administered either insulin (20 iU = 0.2 ml) or placebo (0.2 ml) three times a day, 20 min prior to the main meals. A follow-up phase covered another 8 weeks. To assess the impact of classical conditioning, half of the subjects per group (insulin vs. placebo) continued to administer placebo during follow-up, the other half did not spray any more. Data analyzed for the treatment phase so far, reveal that insulin induces lower food-intake in a test-meal only in males, a temporarily lower sleep duration in females and improvement of mood. Analyses of hormones, memory, acoustically evoked potentials, physical activity, body composition and of putative conditioning effects are under progress. Results will be presented. (DFG STO 323/1-2). |

